Sylvia Linder, Astrologin
Nicht „Krieg“, sondern „Spiel“ der Sterne
Samstagnachmittag in einem privaten Haushalt irgendwo in Deutschland. Neptun räkelt sich auf dem Sofa. Saturn betritt den Raum und bleibt entsetzt stehen: „Wie sieht´s denn hier aus?“
Neptun: „Psst, störe nicht meinen kreativen Prozess…“
Saturn: „Ha! Was für eine dumme Ausrede! Los, jetzt räume hier mal auf, Du Faulpelz!“
Neptun: „Du kannst auch nur nerven mit Deinem blinden Pflichtgefühl. Ich denke immerhin darüber nach, wie das Problem der ständig neu entstehenden Unordnung grundsätzlich anders gelöst werden kann“.
Saturn: „Ja, dann tu was. Diese Arbeit bewältigt man mit der Hand und nicht mit dem Kopf. Auf geht´s! Du kannst gleich mit den Zeitungen anfangen, die liest kein Mensch mehr!“
Die Tür öffnet sich. Venus tänzelt herein. „Hallo Ihr zwei Hübschen. Wer von Euch kommt denn mit zum Eis-Essen? Ist noch so schönes Wetter draußen und, denkt dran: Der Sommer ist kurz…“ Neptun und Saturn schweigen überrascht. Saturn stöhnt leise vor sich hin: „Das hat mir gerade noch gefehlt, erst dieser kreative Spinner und jetzt noch das Lustprinzip – heute ist echt nicht mein Tag…“.
Kommt Ihnen so ein Dialog – innerlich geführt – irgendwie bekannt vor? Haben Sie auch schon samstagnachmittags mit sich selbst gerungen, was als nächstes zu tun ist?
Wollen Sie erfahren, wie die drei so unterschiedlichen Gestalten alle zu ihrem Recht kommen? Dann nehmen Sie an einer astrologischen Aufstellung teil. Das ist eine Form von Improvisationstheater, bei der Sie die Wesenszüge der wichtigsten Planeten, die alle Menschen in unterschiedlichen Anteilen in sich tragen, kennen lernen und probeweise ausleben können. Auf der Suche nach unbewussten Verhaltensmustern kann (kein Muss!) jeder Mitspieler ein eigenes typisches Problem in die Runde einbringen und erfahren, wie andere Menschen die verschiedenen Regungen ausdrücken, wie sie frei von unseren individuellen Verhaltensmustern agieren und locker Interessen ins Lot bringen, die wir für unvereinbar halten. Sie erkennen, welche Knöpfe bei Ihnen das Verhalten auslösen, welches Sie als Kind erlernten. Sie können daraufhin bewusst als Erwachsene umlernen.
Das „Happy End“, der Frieden nach dem großen Aufeinanderprallen der Kräfte ist vorprogrammiert. Dafür sorge ich, indem ich als achtsame Regisseurin gezielt all die leisen und fremden Stimmen mit ins Spiel bringe und allen Beteiligten an jeder Kraft die gesunde und die zerstörerische Seite bewusst mache. Dies unterscheidet das Spiel der Sterne, offizielle Bezeichnung „Planetenaufstellung“, zum Beispiel vom Familienstellen nach Hellinger oder dem Modell vom „Inneren Team“ nach Schulz von Thun. Es kommt letzterem jedoch noch am nächsten.
Die größte Gemeinsamkeit der Aufstellungen liegt im Stegreifcharakter, im „Hier und Jetzt“. Sie erfahren spielerisch, in meinen Gruppen stets mit viel Vergnügen, dass es Lösungen gibt zu häufig wiederkehrenden Konflikten, egal aus welchem Lebensbereich und mit welchen MitspielerInnen, egal, ob sie innerlich auftreten oder außen, also verkörpert von Menschen unseres nahen Umfeldes.
Für die Teilnahme an einer Planetenaufstellung sind weder schauspielerische noch astrologische Vorbildung erforderlich. Es genügt ein grundsätzliches Interesse am Menschen und eine Offenheit für neue Herangehensweisen. Ideal als Einstieg, sich mit Astrologie zu befassen und auch gut geeignet zum Beschnuppern meines wohlwollend humorvollen Beratungsstils.









