Sternzeichen WidderSternzeichen StierSternzeichen ZwillingeSternzeichen KrebsSternzeichen LöweSternzeichen Jungfrau

Sylvia Linder, Astrologin

Sternenkunde bei Griechen, Römern, Christen

Die Griechen lernten von den Babyloniern die Planetennamen, die Idee von Geburtsomina („Omen“ bedeutet „Vorzeichen“) und den 360° Tierkreis, in ihrer Sprache „Zodiak“ genannt. Unter Aufnahme der babylonischen Vorbilder entwickelten sie als erste ein ausgefeiltes Horoskopwesen. Horoskop“ heißt übersetzt „die Stunde, die beobachtet wird“ und bezieht sich auf die Bedeutung des Sternbildes, welches bei Geburt eines Menschen am Himmel steht. Aus diesem „Planeten-Schnappschuss“ zur Geburtsstunde lassen sich viele mathematische Berechnungen anstellen, die alle auf Harmonie oder Spannungsverhältnisse, Stärken und Schwächen hinauslaufen – innen im Menschen und in seinem Verhältnis zu anderen. Besonders wichtig war den Griechen der „Aszendent“, wörtlich „das, was - am östlichen Horizont - aufscheint“. Der Aszendent beschreibt die Außenwirkung eines Menschen in der Gesellschaft. Im Gegensatz zu den Babyloniern distanzierten sich die Griechen jedoch vom göttlichen Einfluss der Planeten, da ihr Glaube die Sterne ausklammerte. Sie sahen die Astrologie sachlich, als natürlichen Einflussfaktor ähnlich wie das Wetter. Genauso sehe ich sie auch. Ich wurde katholisch erzogen und bin bis heute christlichen Glaubens.

Die Römer waren fasziniert von der griechischen Kultur und übernahmen gerne auch deren Astrologie, allerdings vor allem die Weissagung. Von den meisten römischen Kaisern ist bekannt, dass sie große Fans waren. Übrigens verboten viele die Astrologie gleichzeitig für ihr Volk, damit kein anderer das „herrschaftliche Wissen“ für sich nutzen konnte. Diese Machthaber hielten sich ihren persönlichen Astrologen und wagten kaum einen Schritt ohne vorherige Berechnung. -- Verständlich, dass die frühen Christen sich schwer taten mit dieser Art „Sternengläubigkeit“. Andererseits wurde die Geburt Christi per Planetenkonjunktion angekündigt, einer seltenen Erscheinung, die auf Erden gut zu sehen war und als „Stern von Bethlehem“ bekannt wurde. In Matthäus 2,2.1 - 12 ist von der „Huldigung der Sterndeuter“ zu lesen:

Die heiligen drei Könige waren Angehörige der persischen Priesterkaste, die persisch als „Magoi“ bezeichnet wurden, auf Deutsch „Magier“. Diese Astrologen verstanden als erste das Zeichen am Himmel als Signal und machten sich deshalb bekanntermaßen auf die Reise, um den neugeborenen König der Juden zu finden (der im weltlichen Sinne genauso wenig König war wie sie selbst). An vielen weiteren Stellen berichtet die Bibel, wie göttliches Eingreifen von Sonnenfinsternissen – zum Beispiel beim Tod Jesu - oder anderen astronomischen Ereignissen angezeigt oder begleitet wurde. Da solche Vorfälle allerdings weder in das (str)eng christliche noch in unser heutiges wissenschaftlich geprägte Weltbild passen, werden sie ignoriert oder unverfänglich umbenannt: Aus den drei Sterndeutern wurden im Laufe der Zeit die drei „Weisen“ aus dem Morgenland. Nur wer selber die Bibeltexte liest und dazu noch das Hintergrundwissen zur Entstehungszeit und den damaligen Sprachen hat, kann erkennen, wie viel Astronomie und Astrologie darin vorkommt. In dieser Lage sind jedoch wohl eher wenige Zeitgenossen heute.

Sternzeichen WaageSternzeichen SkorpionSternzeichen SchützeSternzeichen SteinbockSternzeichen WassermannSternzeichen Fische