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Sylvia Linder, Astrologin

Auf der Suche nach Orientierung

Für Menschen früherer Jahrtausende war es überlebenswichtig, die besten Zeitpunkte für Jagd und Saat, für Aktivitäts- bzw. Reise- und Ruhephasen herauszufinden. So beobachteten sie die Natur und fanden Zusammenhänge heraus beispielsweise zwischen dem Sonnenstand, den Jahreszeiten, den zugehörigen Sternbildern, den Mondphasen und dem Zyklus der Frau und des Meeres.

Auf der Grundlage dieser Beobachtungen war klar „vorsehbar“, wann passende Rahmenbedingungen herrschen würde: So konnten unsere Vorfahren systematisch planen und sich auf die Ereignisse vorbereiten.

Zum Erfolg führten hier weniger die anfangs sehr ungenauen „Messinstrumente“ im Stil einer Sonnenuhr, als vielmehr die große Zahl und die über Jahrhunderte fortgesetzten Aufzeichnungen dieser Wahrnehmungen. Solche Beobachtungen von Konstellationen der Natur und wiederkehrenden Ereignissen gab es in allen Kulturen, die rechnen konnten.

Deshalb haben wir heute eben auch eine chinesische, eine indische, eine alt-amerikanische und eine abendländische Astrologie – wobei damals noch Astronomie und Astrologie zusammengehörten. Die bei uns in Europa bekannte Astrologie basiert auf den Beobachtungen der Babylonier und ist rund 4.000 Jahre alt.

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